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Bezirke und Stadtteile

Manhattan

Die meisten Menschen denken ausschließlich an Manhattan, wenn sie sich New York City vor Augen führen und sicherlich sind hier auf relativ kleinem Raum eine Vielzahl besonderer Bauten und Einrichtungen gebündelt( z.B. Central Park, “Ground Zero”, das Empire State Building) Die berühmtesten Museen, Hotels, Restaurants und Kaufhäuser befinden sich hier, ganz zu schweigen von den einmaligen Opernhäusern, Theatern, Konzerthallen und Showbühnen. In Manhattan findet man die höchst entwickelte Architektur, die größten Verkehrsstaus, die schlimmsten Taxifahrer, übervölkerte Gehwege, Polizisten auf Pferden, die reichsten sowie die ärmsten Leute.
Straßen und Avenues verlaufen senkrecht zueinander und sind numeriert, bis auf einige Ausnahmen, wie z. B. Broadway, Wall Street, Madison Avenue, die namentlich gekennzeichnet sind. Zu den Stadtbezirken Manhattans zählen:

Harlem

Harlem ist der nördlichste Bezirk Manhattans und ist seit fast einem Jahrhundert das Zentrum der afroamerikanischen Kultur. In letzter Zeit tut sich viel positives in den oft recht heruntergekommenen Bezirken. Junge Leute und Familien ziehen in die ordentlich restaurierten Häuser aus Sandstein und Kalkstein, sogar Bill Clinton hat in Harlem sein Büro für die Aufgaben als ehemaliger Präsident eingerichtet. Die Mischung aus architektonischen Schmuckstücken, krachender Vitalität, toller Musik und kulturellen Ereignissen, wie auch so manche Anregung für das Seelenheil, machen Harlem heute besonders sehenswert.

Upper East Side

In der Upper East Side wohnt seit Beginn des 20 Jahrhunderts die High Society. Man spürt hier den Hauch von althergebrachtem Reichtum, althergebrachten Wertevorstellungen und anspruchsvoller Kultiviertheit. Dieser Teil der 5. Avenue zwischen 72. und 104. Straße, einst Manhattans “Millionärszeile”, wurde wegen seiner außerordentlichen kulturellen Einrichtungen in Museumsmeile umbenannt. Botschaften und viele elegante Geschäfte und Galerien haben sich hier angesiedelt.

Central Park

Der Central Park, der sich über mehr als mehr als zweieinhalb Meilen (4.5 km lang und 800 m breit) erstreckt, ist eine Oase von unschätzbarem Wert für die Bevölkerung. Er entstand 1858 und ist eine Erholungslandschaft aus Hügeln, Seen und Teichen, Wald und Rasenflächen mit zahlreichen Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Im Park gibt es einen großen See, um den eine 2,4 km lange Laufstrecke führt, welche einen besonderen Reiz für Jogger, Vogelbeobachter und Touristen, die die Skyline von New York bewundern wollen, darstellt. Gepflegt und unterhalten wird der Park von einer privaten Initiative New Yorker Bürgerinnen und Bürger.

Upper West Side

Die Upper West Side ist ein schönes Wohnviertel mit ruhigen Straßen, Sandsteinhäusern und anderen restaurierten Reihenhäusern. Hier gibt es ein schickes Einkaufszentrum und nördlich davon einer beträchtlichen Anzahl von Off Broadway Theatern. Das zweite Metropolitan Opera House, das nach seinem Umzug vom Broadway hierher im Jahre 1966, als Teil des berühmten Lincoln Center for the Performing Arts (darstellende Künste) eröffnete, und das New York Philharmonic Orchestra sind nur zwei der Glanzlichter dieser Gegend. Die Columbia University und das American Museum of Natural History sind ebenfalls hier zu finden.

Midtown

Südlich schließt sich der Bereich Midtown an, der wohl mit Recht als das “Herz der Stadt” bezeichnet werden kann. Mit der Eröffnung der ersten Metropolitan Opera 1883 auf dem Broadway begann sich hier eine Welt verschiedenartiger darstellender Künste zu etablieren, die ihresgleichen sucht. Aber auch um den Times Square, das Rockefeller Center, die Fifth Avenue, das Empire State Building, das Chrysler Building und die Central Station, das UN-Headquarter und nicht zuletzt die Public Library pulsiert das Leben auf ganz besondere Art und raubt dem Besucher gelegentlich fast den Atem. Hier befindet sich auch das New York City´s Official Visitor Information Center (810 Seventh Avenue zwischen 52. und 53. Straße), wo man sich Rat bei dem immer freundlichen Besucherdienst holen kann.

Downtown

Lower Manhattan, auch "Downtown" genannt, dort wo der East- und der Hudson River zusammenfließen, ist die eigentliche Geburtsstätte der ganzen Stadt. Auch war es die erste Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Etliche Sehenswürdigkeiten zeugen von der rasanten Entwicklung der Stadt. Der Kern des Ganzen ist das Gebiet um die Wall Street, die ursprünglich im Jahre 1653 als Stadtmauer zu Abwehr von Angriffen der Indianer gebaut wurde. Gigantische Gebäudekomplexe wie die New Yorker Börse und die US-Notenbank säumen die Straße. Auch das Financial Center New York sollten Sie sich anschauen. Um an die zwei größten Gebäude, die Twin Towers zu erinnern, gewährt eine Aussichtsplattform in der Liberty Street jetzt die Möglichkeit, jenen Respekt zu zollen , die am 11.September 2001 dort ihr Leben gelassen haben. Federal Hall, dort wo George Washington seinen Eid als erster Präsident der USA geleistet hat, ist es wert, einmal hineinzuschauen. Dort erfährt man einiges über Washingtons Amtseinführung, aber auch über den Prozeß, bei dem sich Johann Peter Zenger für seinen Feldzug für die Pressefreiheit zu verantworten hatte. Wahrzeichen von Seaport und Civic Center sind neben einigen Gerichten vor allem das Woolworth Building, die City Hall, St. Paul's Chapel und der alte Hafen, heute ein Einkaufszentrum. Nach Norden hin schließen sich die Bereiche Tribeca (TRIangle Below Canal - Tribeca wird durch die Canal Street, den Broadway die Barclay Street und den Hudson River begrenzt), Chinatown, Little Italy, Lower East Side, SoHo (South of Houston) und Greenwich Village an. Jeder von diesen Bezirken hat seinen ganz speziellen Charakter.

Tribeca

TriBeCa war einst ein Industriebezirk, wandelte sich aber allmählich zu einem Künstlerviertel, das sich seiner Restaurants rühmt. Die Namen Chinatown und Little Italy weisen deutlich auf den Charakter dieser Bezirke hin. Chinatown ist die größte asiatische Gemeinde in Nordamerika, und die ausgezeichnete chinesische Küche ist schon fast eine Selbstverständlichkeit. Die italienische Bevölkerung in Little Italy hat sich auf heute weniger als 5.000 verringert, aber der Duft köstlicher Speisen aller Art weht immer noch durch die Straßen dieses beliebten Bezirks mit seiner Atmosphäre die so sehr an die Alte Welt erinnert.

Lower East Side

Lower East Side war einst die größte jüdische Gemeinde. Obwohl hier immer noch Juden die Mehrheit bilden, hat sie doch, besonders in der Orchard Street, ein multikulturelles Flair erhalten. Darüber hinaus ist der Bezirk einer der beliebtesten Plätze für Schnäppchen, wo man geradezu phantastische Nachlässe erhalten kann.

SoHo

SoHo (South of Houston) ist ein Viertel mit etwa 250 Kunstgalerien, vier Museen und einer Vielzahl von Restaurants. Aus früheren Speichern sind wunderschöne Gebäude mit gußeisernen Fronten geworden, in denen sogenannte „Lofts“ (Ateliers) eingerichtet wurden, die Malern und Bildhauern etc. großzügig Raum bieten. Im späten 19. Und frühen 20. Jahrhundert begann New York sich rasant auszudehnen. In dieser Zeit hatte der Bau von Wolkenkratzer Hochkonjunktur, aber zum Glück von Greenwich Village stellte man fest, daß der Boden dort zu weich war, um solche Gebäude zu errichten. So kam es, daß das Village niemals in die Höhe wuchs und zumindest bis zu einem gewissen Grad ein „Dorf“ blieb. Mitten in New York City konnte so eine freundliche und „menschlich“ gehaltene Wohngegend erhalten werden, die die „old city“ um Wall Street, Battery Park und Brooklyn Bridge von der „new city“ um die Fifth Avenue, dem Empire State Building und dem Rockefeller Center trennt.

West Village

Im West Village sind die best erhaltenen Appartements. Eine große Gemeinde von Homosexuellen lebt rund um die Christopher Street. Die Mitte des Village bildet die New York University und der Washington Square Park. Diese gesamte Gegend eignet sich auch besonders gut zum Ausgehen. Hunderte von Restaurants und Straßencafes findet man hier aus sprichwörtlich allen Winkeln der Welt: amerikanische, mexikanische, indische, italienische, russische, polnische, pakistanischen, spanischen, chinesische, thailändische, vietnamesische u.s.w. Das East Village ist ein Bezirk für junge Leute mit Musikclubs, in denen gerne experimentiert wird, Theatern und Modeboutiquen. Die Straßen von „Alphabet City“ sind hier besonders beliebt, wenn es auch gelegentlich etwas rauh zugeht, mit vielen preiswerten und vergnüglichen Gelegenheiten zum Essen, Trinken und Einkaufen.

Staten Island

Stolz ist dieser Stadtteil auf seine Parks. Trotz des Baubooms ist es gelungen 20 % der jetzigen Parkfläche seit 1990 hinzuzugewinnen. Der Stadtteil hat seinen besonderen Charakter. Viele altehrwürdige Stadtgebiete, die hügeligen Straßen, die reich verzierten viktorianischen Villen und schindelgedeckten Häuser aus der Zeit des Bürgerkrieges laden den Besucher zum Besichtigen ein. Bei einem Besuch in Staten Island sollte auch das Fort Wadsworthl, direkt gegenüber der Verranzano Brücke, im Programm nicht fehlen, eine der ältesten militärischen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten, die nunmehr zum Nationalpark erhoben wurde. Staten Island hat auch eine Reihe interessanter Museen wie das Jacques Marchais Museum of Tibetan Art, eines von nur zwei Klostergebäuden im Himalaja Stil in der westlichen Welt und natürlich das einzige in Amerika; das Garibaldi-Meucci Museum, in dem einst Antonio Meucci, der wesentlich an der Erfindung des Telefons beteiligt war und Giuseppe Garibaldi der große italienische Freiheitsheld wohnten, zeigt Räume aus jener Zeit, historische Telefone, Modelle und Dokumente.

Queens

Seinen Namen erhielt Queens von der Königin Catherine of Braganza, der Gemahlin Charles II. von England. Mit 108 square miles ist Queens der flächenmäßig größte der fünf Stadtteile. Die großen Einwanderungswellen von Iren und Deutschen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die in fast alle Städte an der Ostküste hineinschwappte, erreichte auch Queens. Nach dem Bau der Queensboro Bridge hat sich der eher ländlich anmutenden Bereich schlagartig vervielfacht, heute ist der Stadtteil ein massiver urbaner Komplex mit 2,2 Millionen Einwohnern. Noch bis heute ist Queens eher eine Ansammlung unabhängiger Bezirke, seine Bevölkerung zeigt das Beispiel einer multiethnische Gesellschaft. Besondere Sehenswürdigkeiten sind der Socrates Sculpture Park, das Isamu Noguchi Garden Museum, das American Guitar Museum und die New York Hall of Science, eines der bedeutendsten Wissenschaftsmuseen des Landes. Im Flushing Meadows Corona Park werden die jährlichen US Open ausgetragen und ein ganz besonderer Anlaufpunkt für Jazzfreunde ist der Queens Jazz Trail, eine Tour, bei der die Bezirke, Clubs und Museen in der Umgebung, die sich um Amerikas Jazzlegenden ranken, besucht werden. Schließlich sollte auch erwähnt werden, daß die weltberühmten Steinway Flügel seit 1870 hier in Queens unverändert gebaut werden.

Bronx

Nördlich an Manhattan, jenseits des Harlem Rivers, schließt sich der nördlichste Stadtteil von New York City, die Bronx an, der einzige Stadtteil, der nicht auf einer Insel liegt. 1.3 Millionen Menschen leben hier und der Besucher findet hier weltberühmte Sehenswürdigkeiten, verschiedenste Kunststätten, meilenweite Parks und mehr als 60 besondere Wahrzeichen und historische Stätten. Riverdale liegt im Norden der Bronx, eine hügelige Enklave architektonischer Kleinodien und gleichzeitig einer der reichsten Bezirke ganz New Yorks, wie auch die ganz armen Bezirke Morrisania und Hunts Point. Früher gab es hier teure Appartementhäuser und berühmte Promenaden, aber viele der Gebäuden wurden dem Verfall preisgegeben und so ist der Name Bronx gelegentlich auch zum Synonym für städtischen Verfall geworden. In den vergangenen Jahren hat der Stadtteil Anstrengungen unternommen, diese Gebiete wieder herzurichten und die Bezirke wurden auch wieder sicherer als bisher. Das Völkergemisch ist hier sogar noch ein wenig bunter als anderswo, die lateinamerikanische Bevölkerung stellt aber den weitaus größten Anteil. Die Baseballmannschaft New York Yankees ist hier zu Hause mit ihrem im südlichen Stadtteil gelegenen Stadion, ein Platz, zu dem jede Woche Tausende von New Yorkern pilgern. Stolz ist die Bronx unter anderem auch auf ihren Zoo, einer der größten der Welt, die Fordham Universität und die Hall of Fame for Great Americans mit nicht weniger als 97 Bronzebüsten. Schließlich haben Edgar Allen Poe und Mark Twain hier gelebt, und auch der Break Dance und die Salsa Music sind hier entstanden.

Brooklyn

Brooklyn ist mit seinen 2,3 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil New Yorks. Auch Brooklyn wurde zunächst von niederländischen Immigranten besiedelt, sieht man einmal davon ab, daß der Wikinger Leif Erikson schon 500 Jahre bevor Columbus Amerika entdeckte hier gelandet sein soll. Selbst der Name Brooklyn ist niederländischen Ursprungs. Im frühen 20. Jahrhundert strömten europäische Einwanderer in großer Zahl nach Brooklyn. Das Völkergemisch aus Italienern, Iren, Lateinamerikanern und Chinesen, sowie Afroamerikaner, Juden, Polen, Deutschen Ukrainern und Russen lebt nicht immer konfliktlos zusammen. Brooklyn ist stolz darauf eine Reihe besonders geschichtsträchtiger Einrichtungen in seinen Mauern zu wissen: Im Old Stone House in Byrne Park, das mit großer Sorgfalt wieder in seinen Originalzustand versetzt wurde, soll an die Schlacht von Brooklyn im Oktober 1776 erinnern, die erste bedeutende Schlacht des Unabhängigkeitskrieges. Es gibt vieles zu sehen und zu erleben in Brooklyn, wie z.B. die Brooklyn Bridge, die ein Meilenstein der Architektur ist und ausserdem eine atemberaubende Aussicht nach Manhattan und nach Brooklyn bietet. Die Brooklyn Academy of Music (BAM) ist Amerikas ältestes noch arbeitendes Zentrum der darstellenden Kunst. Hier werden sowohl Konzerte, als auch klassischer und zeitgenössischer Tanz usw. dargeboten. Das Brooklyn Museum of Art ist eines der größten Museen in den USA. Unter anderem wird hier die größte ägyptische Sammlung der Welt gezeigt. Eine Reihe weiterer Attraktionen wie der Brooklyn Zoo, der Brooklyn Botanic Garden, das Wildlife Center des Prospekt Park Zoos (Freigehege für Tiere) und das New York Aquarium sind einen Besuch wert. Für Eltern, die mit ihren Kindern hierher kommen, ist das erste Kindermuseum der Welt, das Brooklyn Children‘s Museum ein beliebtes Ausflugsziel.

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